Vielleicht nutzen wir direkt diesen Impuls zum Umdenken. Der Narzisst bombardiert uns mit Vorwürfen, Entwertungen, er macht uns Schuldgefühle und er verdreht die Fakten. Wir sind somit laufend damit beschäftigt, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Wir suchen Belege dafür, dass wir gute Menschen sind, dass wir seine Anfeindungen nicht verdient haben, dass er sich auf uns verlassen kann, dass wir alles für ihn tun.
Diese Dynamik nimmt immer weiter an Fahrt auf und der Narzisst wird immer fordernder, wir werden immer angepasster. Wie ein Hund, dem ständig die Wurst vor die Nase gehalten wird und in letzter Sekunde weggezogen. So rennen wir im Kreis bis zur totalen Erschöpfung. Wir sind enttäuscht oder wütend, traurig oder resigniert. Je länger dieser Zustand dauert, umso schwerer fällt uns die Kehrtwendung und natürlich auch die Trennung.
Diese Thesen gehen alle davon aus, dass wir bei genügend Anstrengung Einfluss haben könnten. Aber das ist ja gar nicht der Fall. Er hat ganz andere Motive, uns abzuwerten. Der Inhalt seiner Anfeindungen ist völlig egal, weil es darum gar nicht geht. Es geht um seine narzisstische Wut, oder seine Kränkung oder seine Anspruchshaltung oder seine schlechte Laune oder Whatever. Jedenfalls:
Du bist nicht das Problem und deshalb kannst du auch nicht die Lösung sein!
Herzliche Grüße und eine gute Woche wünsche ich dir,