Alle kennen es, das Spiel des Narzissten, und alle durchschauen es, die jemals in den narzisstischen Fängen waren.

Spätestens nach der dritten on-off-Phase checkt man, was Sache ist und dennoch…..und dennoch kann man/frau die nötigen Konsequenzen nicht ziehen. Warum?

Wie du es doch schaffst und damit Herz und Verstand auf eine Linie bringst, damit wollen wir uns heute beschäftigen. Mit Leichtigkeit zum Ausstieg – so ist es möglich!

Wenn du über den Narzissten/die Narzisstin redest, was genau erzählst du dann?

Unser Gehirn hört mit! Jeden Gedanken, den wir laut aussprechen, jede Erfahrung, die wir wieder und wieder in Erzählungen wiederholen, hört unser Gehirn und baut daraus ein Erfahrungsnetzwerk zusammen. Will heißen, die Verknüpfungen werden zu Autobahnen, wenn du immer wieder dasselbe tust oder dasselbe denkst und aussprichst.

Beklagst du dich also über den Narzissten bei Freunden, so schafft dein Gehirn diese Realität täglich neu für dich. Es kann nicht unterschieden, ob etwas wahr ist oder unwahr, es kann auch nicht unterscheiden, ob du etwas willst oder nicht, es schafft die Realität, die du ihm verbal eingibst. So funktioniert Propaganda und so funktionieren übrigens auch Glaubenssätze. Wenn du dir jeden Tag sagst, dass du schwach bist, zu schwach für die Trennung, so wird es sich im Außen manifestieren. Umgekehrt ist es natürlich genauso – und genau diese Chance ergreifen wir!

Der Narzisst als Erlöser

Erinnerst du dich noch an den ersten Eklat mit dem Narzissten? Als dieser zum ersten Mal seine andere Seite gezeigt hat, dich angeschrien und mit Schweigen bestraft?

Wenn wir jemandem vollkommen vertrauen, fahren wir unsere Schutzmechanismen herunter und lassen den Anderen emotional tief in uns hinein. Wir haben großes Vertrauen und sind nicht mehr auf der Hut, wie bei einem Umbekannten. Und genau dann, wenn wir am allerwenigsten damit rechnen, schlägt der Narzisst zu. Er nutzt unsere Arg- und Wehrlosigkeit aus und fügt uns den ersten seelischen Schmerz zu, indem er schreit oder geht. Das Urvertrauen ist zerstört und damit stellt es bereits den Anfang vom Ende dar. Natürlich wollen wir das nicht wahr haben und finden viele Erklärungen, denn, (und jetzt kommt ein ganz entscheidender Faktor):

Ohne den Narzissten leiden wir und kommen in eine Art Entzug. Unser Belohnungssystem ruft nach Dopamin, nach dem Glückshormon und wie z. B. bei Kokain ist es auch bei uns auf den Narzissten begrenzt. Nur er kann uns von diesem Schmerz erlösen!

ABER: Wir vergessen dabei, dass der Narzisst uns einen Schmerz nimmt, den wir ohne ihn gar nicht hätten!!!

Und nun findet Phase 2 des perfiden Spiels statt: Sobald der Narzisst zurück kehrt, wieder gut ist mit uns, schmeißt unser Gehirn wieder eimerweise Dopamin raus. Und genau deshalb denken wir, der Narzisst tue uns gut. Kaum ist er wieder da, fühlen wir uns erneut beschwingt und glücklich.

Das bedeutet, wir ziehen völlig falsche Schlüsse aus dem Verhalten des Narzissten. Er tut uns nicht gut, sondern er nimmt uns einen Schmerz, den er uns zuvor zugefügt hat. Er schlägt uns zuerst eine riesige Wunde und wir schätzen und lieben ihn dafür, dass er uns anschließend ein Pflaster drauf klebt!

Wenn wir dieses perfide Spiel beenden wollen, müssen wir darauf achten, womit wir unser Gehirn füttern. Was wir ihm, und damit uns selbst, so erzählen den lieben langen Tag. Häufig beklagen sich Opfer von Narzissten ausgiebig, weil sie ja leiden, andererseits erhöhen sie den Narzissten, weil nur ER die Rettung bringen kann und soll.

Wie ist das bei dir? Was erzählst du dir und Anderen über die narzisstische Beziehung? Ist dein Narrativ kongruent oder widersprüchlich? Weißt du, man kann nur einen Menschen lieben, der auch liebenswerte Eigenschaften hat. Wie sieht es da bei deinem Narzissten aus?

Zeigt er die meiste Zeit über ein liebevolles Verhalten, ist er stabil und vorhersehbar in seinen Emotionen und verlässlich im Umgang.

Und was trifft von dieser Aufzählung auf dich zu? Was ist deine Realität? Mach mal einen Haken hinter jede Aussage, die zutrifft:

Deine (tägliche) Erzählung heute:

  • Er ist so gemein zu mir
  • Er hat mich nur benutzt
  • Wie kann man nur so gefühllos sein!
  • Er hat mich reingelegt
  • Er hat mich betrogen
  • Er hat mich getäuscht
  • Er ist das Letzte, denn obwohl es mir so schlecht geht, lässt er mich immer wieder im Stich

VERSUS – oder besser gesagt: GLEICHZEITIG:

  • Und trotzdem will ich ihn zurück
  • Und trotzdem kann ich nicht ohne ihn leben
  • Und trotzdem liebe ich ihn
  • Und trotzdem brauche ich ihn
  • Wir sind doch seelenverwandt und das ist doch so besonders zwischen uns

Und, und, und…..

Zwischen diesen beiden Polen wechseln wir – zwischen „Ich könnte ihm die Pest an den Hals wünschen“ UND „Ich liebe ihn doch so sehr!“ Wie kann das sein, wie geht sowas? Eine Kehrtwende von 180° in weniger als 24 Stunden – je nachdem, wie der Narzisst sich verhält.

Ist er freundlich und taucht nach einer Phase des Schweigens erneut auf der Bildfläche auf – so lieben wir ihn wieder. Lässt er uns im Stich und hat vielleicht sogar schon eine Neue, so ist er das Letzte!

Ein und derselbe Mensch ist Himmel und Hölle zugleich – spätestens an dem Punkt merkt man selbst, dass etwas nicht stimmen kann.

Nochmal: Wenn ich einen Menschen liebe, dann hat er liebenswerte Eigenschaften.

Er ist gütig, emphatisch, hilfsbereit, zugänglich, interessiert, loyal, wohlwollend, fair und gerecht, treu, verantwortungsbewusst, zuverlässig und was weiß ich noch alles. Jedenfalls lässt sich ein Mensch, den ich liebe, nicht ständig neue Spielchen einfallen, um mich damit an der Angel zu halten.

Ich denke, wir sind uns einig, dass Manipulatoren, die vor allem, oder gar ausschließlich, das eigene Wohl im Sinn haben, keine besonders ehrlichen Menschen sind.

Halten wir also fest: Ein Narzisst nimmt dir genau den Schmerz, den er dir zuvor zugefügt hat.

Du kannst selbst entscheiden, ob das dann ein liebenswerter Mensch ist, dem du deine Seele und dein Leben anvertrauen möchtest.

Falls nicht, dann beschwere dich nicht, sondern gehe! Du kannst andere Menschen nicht ändern und wir haben auch nicht das Recht dazu. Jeder hier darf seine eigenen Erfahrungen machen und er muss es sogar. Mit erhobenem Zeigefinger und Wutausbrüchen blockierst du am Ende nur dich selbst.

Sicherlich ist es wichtig, dass all diese Emotionen einmal Raum finden und Beachtung. Aber dann ist es genauso wichtig, weiterzugehen und nicht in einer Endlosschleife von Vorwürfen und Verbitterung stecken zu bleiben. Wenn du schon Jahre in der Beziehung mit einem Narzissten verloren hast, dann verliere nicht noch mehr Jahre nach der Trennung, indem du in Wut und ewiger Frustration über das, was war, steckenbleibst.

Niemand gibt dir die Jahre zurück, die du mit Empörung darüber verbracht hast, wie ein Mensch nur so sein kann.

Wir sind uns sicherlich einig, dass es viele unterschiedliche Menschen auf diesem Planeten gibt, und warum sie so sind, wie sie sind, bzw. warum sie so geworden sind, das können wir analysieren, nur am Ende wird es uns nicht weiterhelfen.

Verstehen ist wichtig, das sehe ich ein, nur dann müssen wir weitergehen und uns nicht fallen lassen in Gefühle von Bitterkeit und Ausweglosigkeit. Wenn ich das erfahrene Leid nicht loslassen kann, dann brauche ich professionelle Hilfe.

Wenn ich mir jeden Tag dieselben Geschichten über den Ex und die Beziehung erzähle, dann brauche ich professionelle Hilfe.

Ansonsten hört dein Gehirn täglich dieselben Gedanken und Worte und es wird dir im Außen eine immer gleiche Realität erschaffen. So hast du zwar recht, weil dein Gehirn mit seiner Aufmerksamkeit zielsicher immer wieder solche Situationen herstellt und solche toxischen Menschen anzieht, glücklich wirst du damit allerdings nicht.

Du musst dich also entscheiden, willst du irgendwann das erlittene Unrecht loslassen und daraus lernen, bzw. diese Erfahrung nutzbar machen oder willst du in dem Schlammloch sitzen bleiben, das der Narzisst für dich gegraben hat?

Vor ein paar Tagen war Ostern und dies ist ja die Zeit der Auferstehung und des Neubeginns. Vielleicht kannst du dich einmal auf den Gedanken einlassen, das auch für dich selbst in Erwägung zu ziehen und dir neue Narrative schaffen.

Was dein Gehirn täglich hört und nachts träumt, das wird es immer wieder für dich als Realität bereitstellten.

Wir brauchen also neue Gedanken, wir müssen ganz bewusst umfokussieren lernen auf das Positive – nachdem wir all das Leid gewürdigt haben – und uns neue Wahrheiten über die Gegenwart und die Zukunft erzählen. Nur dann hat das Leben die Chance, uns wahrhaftig dahin zu führen.

Beobachte dich mal selbst, wie häufig du noch über den Narzissten sprichst und wie viele neue Geschichten du über ihn und euch erzählst, bzw. wie häufig du das immer selbe wiederholst.

FAZIT: Wir ziehen die falschen Schlüsse aus dem Verhalten des Narzissten.
Wenn er gut zu uns ist, denken wir schon, das wäre der Himmel auf Erden, das liegt aber nur daran, dass es dann für kurze Zeit keine Hölle mit ihm ist. Das ist keine Basis und entsteht aus dem toxischen Kreislauf und unserer Fehlinterpretation.
BEDEUTUNG:
Wir verdrehen Täter und Wohl-täter – und um dieser Gefahr zu entgehen, brauchen wir die Kurskorrektur in unseren Gedanken und unserem Gehirn.
Die schaffen wir am ehesten mit Anleitung und Begleitung.
Ohne Motivation sind wir anfällig, in alte Muster zurückzufallen und ohne den Schutz einer Gruppe sind wir viel stärker rückfallgefährdet.

Wer tut, was er immer getan hat, der bekommt, was er immer bekommen hat.
Wer denkt, was er immer gedacht hat, bekommt die Realität, die er immer bekommen hat!

Drum – schaffen wir neue Erfahrungen und damit neue Verknüpfungen im Gehirn!

Kein Leid mehr anziehen und keine Wiederholungsschleife mehr drehen – ob dieser Wunsch Realität wird, liegt voll und ganz bei dir! Wir helfen dir, wenn du das möchtest – nur aufstehen und dich an-melden, das musst du selbst tun. Wo stehst du nächstes Jahr um diese Zeit und in 5 Jahren? Noch immer am selben Punkt? Das kannst du haben, das Leben wird dir weiterhin Wiederholungsschleifen schenken und anbieten.

Du kannst allerdings auch für dich entscheiden, dass damit jetzt endgültig Schluss ist und du dich meiner professionelle Leitung und der Energie des Wandels anschließt. Den Wandel, den viele andere auch gehen und den du nicht alleine bewältigen musst.

So wie du niemanden ändern kannst, so können wir dich nicht aus dem Schlammloch tragen. Wir können dir die Hand reichen und ob du sie ergreifst, das liegt ganz bei dir! Wünschen würde ich es dir auf jeden Fall, denn von all den hunderten an Klienten, die ich schon begleitet habe, hat noch kein Einziger gesagt: „Ich wünschte, ich wäre länger in der narzisstischen Beziehung geblieben!“ Fast alle haben allerdings gesagt: „Ich wünschte, ich wäre früher gegangen!

Wann dein Zeitpunkt für Veränderung gekommen ist, bestimmst du selbst – das ist eine gute Nachricht. Gleichzeitig verlangt sie allerdings auch von dir die völlige Übernahme von Verantwortung für dein eigenes Leben. Und die Annahme von Hilfe, wenn du es bis jetzt nicht alleine geschafft hast, auszusteigen. Bist du bereit dazu? Darf sich in deinem Leben JETZT etwas verändern und bist du bereit dazu, dir das ganz ohne Druck einfach mal anzuschauen, dich damit zu beschäftigen, ohne Zwang und ohne Auflage an dich selbst, die schon wieder Angst machen würde?

Lass uns einfach mal die Fakten anschauen und ergebnisoffen das Thema professionell beleuchten! Es gibt nichts zu verlieren – und der Gewinn kann maximal sein: Dein neues Leben!

Herzlich

Gründerin von Psykadia - Akademie für Psychologische Ausbildungen
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Narzissmus-Expertin

Der nächste Inner Circle Abend

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  • Wann: Montag, 03. Juni - 20 Uhr
  • Wo:  Online Meeting (rechts bzw. unten eintragen, um Einladung zu erhalten)
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