O du fröhliche, du selige, „schaden“-bringende Weihnachtszeit!

O du fröhliche,  du selige, „schaden“-bringende Weihnachtszeit!

Wie verbringst du eigentlich die Heiligen Tage und wovor graut es dir schon heute?

Allgemein und überwiegend sind ja Feste mit Narzissten kritische Ereignisse. Häufig vermiesen sie uns die Stimmung, indem sie eifersüchtig reagieren (z. B., wenn wir Geburtstag haben und sie selbst deshalb nicht im Mittelpunkt stehen), häufig sind sie auch schlecht gelaunt, ziehen sich aus unerklärlichen Gründen zurück, einfach um uns den Tag zu verderben. Oder sie machen sich wichtig auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen.

Möglich, dass sie „krank“ werden, „vollkommen überlastet sind mit den Vorbereitungen fürs Fest“, oder grandiose Neuigkeiten haben (die eigentlich gar nicht so spektakulär sind), um sich in den Mittelpunkt zu rücken. Auf jeden Fall werden sie dafür sorgen, dass sie viel narzisstische Zufuhr bekommen und das kann durchaus anstrengend für uns sein.

Natürlich ist es auch möglich, dass sie gerade in dieser Zeit wieder einmal in der Versenkung verschwinden, oder uns ein Bügeleisen zu Weihnachten schenken (oder auch gar nichts!). Narzisstische Ex-Partner machen gerne einen Wirbel um die Besuchszeiten der Kinder und schieben noch tausendmal hin und her, was längst vereinbart war. Wie dem auch sei – einfach harmonisch, rücksichtsvoll und einvernehmlich geht diese Zeit mit einem Narzissten sicher nicht vorbei. So wollen wir uns doch ein bisschen darauf vorbereiten, um nicht so ganz unerwartet von allen Seiten getroffen zu werden 🙂

Noch ist genügend Zeit, um sich Gedanken zu machen, wie dieses Jahr Weihnachten gefeiert werden könnte. Mit Corona haben wir gewisse Auflagen und vielleicht können wir uns diese sogar zunutze machen 🙂 Sie könnten uns ein Alibi liefern, um:

+ das Fest im großen Familienkreis abzusagen

+ nur kurz bei der Feier vorbeizuschauen, und rasch wieder abzuhauen

+ während des Festes mit Maske auf Abstand zu gehen

+ sich emotional und/oder auch tatsächlich sehr zurückzunehmen und mehr als Beobachter dabei zu sein

Der Vorteil am reinen Beobachten ist, dass wir mal die Gelegenheit haben, dieses „Theaterstück“ genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer nimmt welche Rolle ein, wie interagieren die Mitglieder untereinander? Wer dominiert, wer unterwirft sich, wer übertreibt und wer haut die Stimmung in den Keller? Wer ist betrunken und wer packt mal wieder alte Kamellen aus? Wer macht auf Harmonie, um ja die Dinge, die unterm Teppich liegen, nicht anzurühren?

JAMES

Wer kritisiert dich wieder, wertet dich ab oder ignoriert dich? Wer gibt dir welches Gefühl und wie viel Stress löst das bei dir aus? Ich möchte dir gerne an dieser Stelle den „JAMES“ vorstellen und welche Aufgabe er übernehmen kann. JAMES kann sowohl dein imaginärer Begleiter, als auch Beobachter sein. Er ist immer an deiner Seite, wenn auch unsichtbar, macht sich Notizen und flüstert dir hilfreiche Regieanweisungen ins Ohr. Er könnte z. B. sagen: „Hör dir das nicht länger an und unterbreche das Gespräch!“ oder „Das nervige Getue brauchen wir nicht, lass uns mal in die andere Ecke des Raumes oder auf die Terrasse gehen!“

Er ist also da zu deinem Schutz und zu deinem Besten! Fürsorglich, aufmerksam und mit einem frischen Blick ist er zum ersten Mal dabei und macht dich aufmerksam auf Strukturen, die toxisch, anstrengend, energieraubend und völlig überflüssig sind. Gemeinsam mit ihm wirst du eine Art Schutzschild haben, einen Verbündeten, mit dem du über die ganze Bagage lachen kannst und dich so von dem Theater distanzieren. Natürlich genießt JAMES auch die Zeit mit dir, wenn es doch harmonisch und aufrichtig friedlich zugeht, aber er hat ein feines Gespür für Echtheit und für Täuschung.

Die gemeinsam gemachten Erfahrungen könnt ihr anschließend besprechen und auswerten. Daraus könnt ihr Schlüsse ziehen für die Zukunft, oder euch nochmal ins Fäustchen lachen, wenn sich manche Familienmitglieder mal wieder zum Affen gemacht haben, ohne es zu merken.

Nun gut, was aber, wenn du an Weihnachten in eine ganz andere Stimmung verfällst? Vielleicht in Traurigkeit und Einsamkeit? Weil es womöglich die ersten Weihnachten ohne den narzisstischen Partner sind oder er dich innerhalb der Beziehung an diesen Tagen besonders perfide leiden lässt? Auch dann kann dir JAMES ein guter Begleiter und Tröster sein. Du kannst ihm alles anvertrauen und auch in dieser Konstellation mit ihm vereinbaren, dass es nächstes Jahr um diese Zeit DEFINITIV anders sein wird. Du kannst quasi eine Art Vertrag mit ihm schließen, dass du ab jetzt die Verantwortung für dein Elend über-nimmst und zu deinem Schutz etwas unter-nimmst!

Sobald wir ins Handeln kommen und damit die Hilflosigkeit auflösen, fühlen wir uns besser! Allein schon, wenn wir uns aktiv Gedanken machen, Pläne schmieden und Hilfe annehmen, um einen Prozess in Gang zu bringen, stärkt uns das. Am schlimmsten ist wirklich das ausgeliefert-Sein, das nichts-Tun und das reine Erdulden. Das schwächt uns über die Zeit immer mehr und macht uns so klein, dass wir fast schon verschwunden sind. Wie ein Luftballon, bei dem die Luft entweicht und nur noch ein runzeliges kleines Etwas übrig bleibt. Mache jetzt den ersten Schritt und vernetzte dich mit anderen Betroffenen. Bleib auf keinen Fall alleine mit all den Sorgen und Emotionen!

Und….

…suche Tankstellen auf, die dich wieder groß machen, wachsen lassen und dir Kraft geben. Die deinen Ballon wieder zum Steigen bringen, zum Tanzen in der Luft und zum Schwingen mit Anderen. Weil Über-leben zu wenig ist und dir am Ende keiner die vergeudeten Jahre zurück gibt. Weil jedes unglückliche Jahr ein verschwendetes Jahr ist und weil das Verharren in Leid und Traurigkeit krank machen kann und keinesfalls zielführend ist. Du wirst NICHT eines Tages aufwachen und er/sie hat sich geändert. Du wirst nicht mehr die Beziehung vom Anfang zurück bekommen und das ist auch ok so. Wir brauchen keine Schauspieler in unserem Leben, sondern Menschen, die echtes Interesse an uns haben und die sich binden können und wollen! Dieser bescheuerte Kampf um ein bisschen Aufmerksamkeit ist unwürdig und unnötig! Das wird dir auch JAMES sagen 🙂

Um nun diese herausfordernde Zeit WIRKLICH gut zu meistern und um eine gewisse Absicherung vor Abstürzen zu haben, werden wir unsere online-sonntags-meetings den ganzen Dezember über diesem Thema widmen. Sie wollen Anlaufstation für euch sein, Hilfe zur Selbsthilfe geben, einen Rettungsanker für euch darstellen zum Austausch, Emotionen abladen, Impulse aufnehmen und auftanken….. und natürlich, um ganz viel miteinander zu reden.

Keiner bleibt alleine – wir sind eine so tolle Community im inner-circle und freuen uns über jeden, der sich uns anschließt. Sowohl Hilfsbedürftige als auch Menschen, die schon weiter sind und anderen Hilfestellung geben können – alle seid ihr sehr willkommen. Sonntag 20 Uhr online! Da sehen wir uns und erholen uns von äußeren Zwängen, gehen hinein in den virtuellen Raum der Stärke und Harmonie 🙂

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