Von Mut und Wut – Raus aus dem Burnout

Von Mut und Wut – Raus aus dem Burnout

Wie reagierst du, wenn du getriggert wirst? Wenn der Narzisst dich anschreit oder mal wieder für Tage in der Versenkung verschwindet? Wenn deine narzisstische Mutter dich kritisiert oder bevormundet, wenn dein narzisstischer Chef dich zurechtweist?

Erstarrst du und kannst überhaupt nicht mehr reagieren oder unterwirfst du dich und flehst sozusagen darum, dass der andere nicht mehr böse mit dir ist? Ziehst du dich in dich selbst zurück, um nicht noch mehr verletzt zu werden oder kannst du dich klar abgrenzen?

Jeder kann auf einen Narzissten reinfallen, aber ob wir „drin bleiben“, das hat auch mit uns zu tun.

Als ich damals aus meiner narzisstischen Beziehung ausgestiegen bin, war mir der Gedanke: „Eine „tolle“ Frau würde sich niemals so behandeln lassen“ sehr hilfreich. Er kam mir plötzlich in den Sinn, während einer der unzähligen Streits, während einer der sich ständig wiederholenden Abwertungs-Orgien, als ich völlig ausgelaugt am Boden lag und er noch immer verbal auf mir herumtrampelte. Da dachte ich: „Eine tolle Frau würde sich das nicht gefallen lassen!“

Und direkt schloss sich der Gedanke an: „Aber ich bin doch erfolgreich im Beruf, ich singe und spiele Konzerte – international – ich bin eine gute Mutter und habe viele Freunde“. Bin ich dann nicht auch selbst eine „tolle“ Frau? „Nein, nicht solange ich in einer derart destruktiven Beziehung bin und nicht solange ich mich so versklave!“ Dieser Gedanke hat mich wach gerüttelt und mir geholfen aufzustehen und auszusteigen.

Seitdem sind viele Jahre vergangen und ich habe heute das Privileg und die erfüllende Aufgabe, anderen Betroffenen als Therapeutin aus diesen verheerenden Situationen herauszuhelfen. Wenn ich gefragt werde, was es dazu braucht, eine solche Beziehung zu verlassen bzw. das Schlimme, das man erlebt hat, zu verarbeiten, dann sind das nach meiner Erfahrung immer 3 Dinge:

Gestehe dir ein, in welcher Art von Beziehung du dich befindest und akzeptiere, dass du Hilfe brauchst!

Überprüfe den Therapeuten, von dem du die Hilfe annehmen möchtest auf zwei Aspekte hin: Ist er/sie empathisch (also kann ich ihm/ihr erzählen, was mich bedrückt, kann ich mich ihm/ihr öffnen) und zweitens: Halte ich ihn/sie für kompetent? Hat er/sie eine Ahnung vom Thema Narzissmus, Abhängigkeit usw.

Wenn der Weg einmal eingeschlagen ist, dann geh ihn konsequent. Nicht 2 Schritte vor und wieder 3 zurück.

Das sagt sich leichter, als es sich umsetzen lässt, das ist mir schon klar. ABER: Es ist möglich und es gibt viele Frauen – und auch Männer – die diesen Weg jeden Tag gehen, die diese Entscheidung treffen und durchziehen.

Was braucht es dazu, um an den Punkt zu kommen:

Die meisten Opfer von narzisstischen Beziehungen sind so unsicher geworden und haben kein Vertrauen mehr in ihre eigene Wahrnehmung und Entscheidungsfähigkeit, dass sie bereits hierzu Hilfe benötigen.

Starte deinen Ausstieg erst dann, wenn du mit deinem Therapeuten eine nahezu 100% ige Überzeugung erlangt hast, dass dies der. richtige Schritt ist. Ansonsten wirst du immer wieder umkippen!

Therapie ist nach meinem Verständnis „Begleitung auf Zeit“. Jeder hat Kompetenzen und Stärken und es ist ganz sicher keine Schwäche, Hilfe anzunehmen in einem bestimmten Bereich und zu einer Zeit, die eben dies notwendig macht. Du würdest dir auch nicht selbst den Blinddarm herausoperieren, oder 😉

In praktisch jeder narzisstischen Beziehung kommt irgendwann der Punkt, an dem man als Opfer nicht mehr kann. Wo man keine Kraft mehr hat, keine Zuversicht, keine Bewältigungsmechanismen und vielleicht sogar keinen Lebensmut. Man ist derart am Ende, verwirrt, entkräftet und verstört, dass man Unterstützung von Außen braucht. Die Freunde sind überfordert, können das immer gleiche Elend nicht mehr hören und letztlich sind sie eben auch keine Profis.

Wir müssen unser Selbstvertrauen wieder aufbauen, unsere Zuversicht zurückgewinnen, Ängste anschauen und reduzieren, Ideen entwickeln und ein Gefühl dafür finden, wie ein neuer Weg ausschauen kann. Dazu brauchen wir jemanden, der uns stärkt und an die Hand nimmt. So können wir wieder wachsen, Mut fassen und dem Elend entkommen. Psychische und physische Symptome machen sich irgendwann bemerkbar und spätestens dann MUSS etwas passieren. Einmal sich selbst zuliebe und häufig genug auch deshalb, weil noch andere Personen, z. B. Kinder mit involviert sind.

Burnout ist ein Zustand, der nicht nur im Job auftreten kann, sondern auch in Beziehungen. Wenn wir permanent unter Anspannung stehen und gleichzeitig keinerlei positiven Einfluss auf die Partnerschaft mehr haben, ja sogar nicht mal mehr auf unser eigenes Leben, dann brennen wir aus! Die körperlichen und psychischen Folgen sind nicht zu unterschätzen. Manche Menschen erholen sich über viele Jahre nicht mehr von einem solchen Zusammenbruch.

Deshalb möchte ich dich ermutigen, nicht zu verharren, nicht auf Wunder zu hoffen, sondern selbst die Dinge in die Hand zu nehmen! Es ist dein Leben und die verlorenen Jahre gibt dir niemand zurück. Ich kann dir als Therapeutin versichern, nach so vielen Jahren, die ich schon mit Opfern von Narzissten arbeite, dass die größte Wut am Ende darüber aufkommt, nicht schon viel früher gegangen zu sein.

Das bedauern tatsächlich ALLE!

Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und weiß nicht, wo man anfangen soll, sich Hilfe zu holen. Der Dschungel ist undurchsichtig, Therapeuten schwer zu finden, und schon gleich solche, die sich mit dem Thema auskennen. Die Wartezeiten sind zu lange, manchmal sind die Kosten für Selbstzahlerpraxen zu hoch.

Deshalb können wir dir an dieser Stelle einen optimalen Einstieg anbieten, mit dem du einen ersten kleinen Schritt machen kannst in Richtung Veränderung! Deine Komfortzone erweitern, ein stückweit ins Wachstum zu gehen, Ängste abzubauen und durch Wissen und Vernetzung einen step nach dem anderen zu machen. Wir haben den Inner-Circle ins Leben gerufen, um unkompliziert und günstig für alle Hilfe anbieten zu können.

Jede Woche sonntags um 20 Uhr bin ich als Therapeutin und Narzissmus-Expertin online für dich und euch da. Ich halte Vorträge, mache Übungen und Workshops mit euch und stelle euch Werkzeuge zur Verfügung, mit denen ihr auch selbst arbeiten könnt. Also auch Hilfe zur Selbsthilfe! Wir sind eine tolle Community, die auch den Austausch von Betroffenen untereinander anbietet.

Mut und Wut – darüber werde ich im Monat Juni sprechen, denn wenn wir Emotionen unterdrücken, wenn wir uns bis zur Unkenntlichkeit anpassen und an unserer eigenen Persönlichkeit vorbei leben, wenn wir uns kränken lassen, immer und immer wieder, dann werden wir selber krank. Dann landen wir selbst irgendwann im Burnout.

Umkehren und dein Leben in eine neue Bahn lenken, das kannst du jetzt mit uns, indem du dem inner-circle beitrittst. Es war meine eigene Erfahrung mit einem Narzissten, die mich dazu bewogen hat, ein Hilfsprogramm für Betroffene aufzustellen und mein therapeutisches Wirken voll und ganz diesen Opfern zu widmen. Es gibt zu wenig Hilfe, viel zu wenig, aber bei uns wirst du fündig.

Diesem Anspruch und dieser Verpflichtung habe ich mich verschrieben!

Alle Infos zum Inner Circle findest du unter angelika-beck.com/inner-circle

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