„Mutter ist die Best(i)e!“ Wenn Bindung missbraucht wird – von narzisstischen Eltern(teilen) abnabeln!

„Mutter ist die Best(i)e!“ Wenn Bindung missbraucht wird – von narzisstischen Eltern(teilen) abnabeln!

„Ach, rufst du auch mal wieder an!“

Bei meiner Nachbarin kommt die Tochter jeden Sonntag zum Kaffeetrinken zu ihr, aber du kümmerst dich überhaupt nicht um mich!“

„Ich hab wegen dir auf alles verzichtet, und das hab ich nun davon.“

„Ich wollte ja nur helfen und das ist nun der Dank dafür!“

„Mit deinem Bruder gibt es nie Probleme!“

Kennst du solche oder ähnliche Sätze? Ist es auch immer kräftezehrend, schwierig und frustrierend, wenn du Kontakt hast mit deiner Mutter? Fühlst du dich immer irgendwie schuldig, obwohl du gar nicht weißt, warum eigentlich?

Das könnte daran liegen, dass deine Mutter narzisstische Züge hat und du noch immer in einer gewissen Art von Verstrickung mit ihr lebst. „Nicht mit dir und nicht ohne dich“ – solche Dynamiken gibt es gar nicht selten zwischen Mutter und Tochter. Das gilt sogar bis über den Tod hinaus, wenn man es nicht bearbeitet. Es kann passieren, dass man heute noch Wünsche der Mutter erfüllt – unbewusst natürlich – obwohl diese gar nicht mehr am Leben ist. Oder dass man unbewusst immer noch das brave Mädchen spielt, obwohl die Mutter heute de facto gar keine Macht mehr über einen hätte und man selbst schon 40, 50 oder älter ist.

Das ist wirklich erschreckend, wie weit der Arm der Erziehung und Kontrolle einer solchen Mutter reichen kann. Sie hat das Kind nie wirklich losgelassen, nie wirklich frei gegeben, alles ist immer verbunden mit dem Blick auf die Mutter. „Was würde sie dazu sagen, wie kommt das bei ihr an, ist sie dann beleidigt, enttäuscht, macht sie mir wieder Schwierigkeiten…. „ Das ist ein sehr unfreies Leben, ein un-erwachsenes Leben, weil wir der mütterlichen Fürsorge, oder sollten wir besser sagen, der mütterlichen Macht, nicht ent-wachsen sind.

Eine Mutter ist per se liebevoll, mitfühlend, empathisch, zärtlich und allzeit präsent, sie liebt ihr Kind bedingungslos und würde es in jeder Krise unterstützen! Sie würde ihr eigenes Leben geben für ihr Kind und immer eine schützende Hand über es halten. Dieser Eindruck wird vermittelt, wenn man die Eltern-Zeitschrift liest, wenn man die Werbung von Toffifee im Fernsehen anschaut oder auch das Bild der Mutter Maria in der Kirche. Wo man auch hinschaut, eine Mutter ist nahezu ein engelsgleiches Wesen! Schon in der Bibel steht: „Du sollst Vater und Mutter ehren!“ Mit dieser Haltung aufgewachsen, durch dieses überzogen positive Mutterbild geprägt, kommt man sich fast schäbig vor, etwas Negatives über die eigene Mutter zu äußern. Man DARF keine schlechten Gefühle der Mutter gegenüber haben. Sie hat einem das Leben geschenkt, das macht sie lebenslänglich zur Heiligen und bringt uns Kinder in eine lebenslange Bringschuld!

Was aber, wenn die Mutter neidisch ist, eifersüchtig, kontrollsüchtig, herrschsüchtig, vereinnahmend, egoistisch, neurotisch, kalt, depressiv, alkoholkrank, manipulativ, hartherzig oder ausbeuterisch? Was, wenn die Mutter weniger Hilfe als vielmehr Belastung ist für das Kind? Wenn sie ihr Kind als Eigentum betrachtet, über dieses die eigenen gescheiterten Lebensträume ausleben will, wenn sie das Kind in ihren Bann zieht, um nicht alleine zu sein, sich besser gegen den Vater wehren zu können, die eigene Einsamkeit nicht spüren zu müssen? Was, wenn die Mutter das Kind emotional oder gar sexuell missbraucht? Und glaubt jetzt nicht, dass es das nicht gibt! Jawohl – es gibt auch sexuellen Missbrauch durch die Mutter und der ist nicht so selten, wie man denken müsste.

Was, wenn also die Mutter  einem mehr schadet als hilft, wenn man immer so ein ambivalentes Gefühl ihr gegenüber hat. „Ich müsste sie doch lieben, sie ist doch meine Mutter, aber irgendwie kann ich es nicht!“ Wusstest du, dass unser Körper alle Erfahrungen speichert, die er gemacht hat? Vielleicht hilft dir dieses Wissen, wenn du deiner Mutter körperlich nicht nahe kommen möchtest, weil du immer eine Art Abwehr spürst. Die Bandbreite ist unfassbar groß und man könnte sie noch endlos weiterspinnen, Fakt ist jedenfalls, es gibt bei Weitem nicht nur die liebevolle fürsorgliche Mutter, die ihrem Kind Wurzel und Flügel gleichermaßen gibt. Ich möchte sogar so weit gehen zu sagen, dass solche Mütter eher die Ausnahme sind.

Ob sie immer was dafür können, also letztlich schuld sind an dem, wie sie ihr Muttersein ausfüllen, oder ob sie es nicht besser gelernt haben, weil sie selbst eine ebensolche Mutter hatten, lassen wir mal dain gestellt. Das interessiert am Ende nicht wirklich. Erstmal ist entscheidend, was für eine Mutter hatte ich selbst und wie hat diese mich geprägt. Bin ich mit bedingungsloser Liebe aufgewachsen oder war ich ein Unfall, ein Zufall, ein Projekt? Wurde ich geliebt und versorgt, nicht nur mit Nahrung, sondern auch emotional? Bekam ich Schutz und Geborgenheit und wurde ich altersgerecht in meine eigene Freiheit und Autonomie entlassen – mit einem Strahlen und Glanz in den Augen der Mutter?

Oder gab es Liebe nur, wenn ich die Bedürfnisse der Eltern erfüllt habe? Wurde ich – gefühlt – zum Außenseiter, wenn ich nicht den Spielregeln des Familiensystems folgte, mich anpasste und schön brav kooperierte? Eine Mutter wird nicht allein durch die Geburt eines Kindes dieser Rolle gerecht. Es gibt auch böse, ungerechte, kalte und zerstörerische Mütter! Diesen Gedanken zuzulassen ist erstmal ein schwerer Schritt.

Wenn wir dahin kommen zu sehen, was die Mutter gut und was sie schlecht gemacht hat, dann sind wir schon ein Stück weiter. Wenn wir dann noch in unsere Eigenverantwortung gehen können und Grenzen ziehen, unsere eigenen Werte für unser Leben definieren, dann ist es dies ein weiterer Schritt. Vielleicht müssen wir den Kontakt zu einer narzisstischen Mutter abbrechen, um im Leben glücklich zu werden, vielleicht können wir aber auch einen Umgang finden, der uns die Macht über unser Leben lässt und die Rolle der Mutter so darstellt, dass es uns gut geht damit!

Dafür wollen wir zusammenkommen und uns gemeinsam austauschen. Ein objektiver und freier Blick auf die eigene Mutter ist in der Regel fast immer ein Prozess. Entweder wir verherrlichen sie bis dahin, weil wir verstrickt sind und abhängig, oder wir sind permanent im Widerstand, weil wir sonst nicht atmen können. Beides kostet enorm viel Kraft und stellt letztlich ein unfrei-Sein dar. Wenn du also die Stricke durchtrennen willst und wenn du lernen willst, Grenzen zu ziehen und am Ende einen Platz für deine Mutter in deinem Leben finden willst, auch über den Tod hinaus, dann bist du absolut richtig bei uns.

Wie die BINDUNGserfahrung, so ist später unser BEZIEHUNGsmuster. Haben wir narzisstische Beziehungen HEUTE, so lohnt sich immer ein Blick in die Vergangenheit und die möglichen Verstrickungen mit den Bindungspersonen von DAMALS!

Bist du dabei, deine eigenen Verstrickungen anzuschauen und zu lösen, dann komm unbedingt zu unserer coolen Community inner-circle dazu! Dort tauschen wir uns aus und ich halte Vorträge zu den wichtigen Themen, versorge euch mit entscheidenden Infos und beantworte eure Fragen!

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